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Die Fakten sind klar: Nachdem Goethe der 1772 enthaupteten Magd Susanna Margaretha Brandt mit seinem „Gretchen“ ein ewiges Denkmal gesetzt hat, schickt er 1783 selbst eine Frau in den Tod. Es ist nicht der einzige dunkle Fleck auf der weißen Weste des Dichterfürsten. |

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Am 28. November 1783 wird die 24jährige Johanna Catharina Höhn öffentlich enthauptet. Hauptverantwortlicher für deren Hinrichtung ist ausgerechnet Johann Wolfgang von Goethe, der mit seinem Gretchen einer 11 Jahre zuvor geköpften Frau in ähnlich verzweifelter Lage ein ewiges Denkmal gesetzt hat. Dass Johanna eine echte Chance hatte, zu überleben, zeigen zwei andere, fast zeitgleiche Fälle von Kindstötung, die Herzog Carl August von Sachsen-Weimar-Eisenach im Wesentlichen selbst entschieden hat. Geschichtsfälschung, Faktenunterschlagung und ein unerträglich arroganter Umgang mit dem elementarsten aller Menschenrechte, dem RECHT AUF LEBEN, prägen seit knapp 100 Jahren das krampfhafte Bemühen, Goethes Weste im Nachhinein rein zu waschen. |
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SIE ist nicht mehr ganz jung und ihr Ehegatte hat längst keinen Blick mehr für die Reize seiner immer noch höchst attraktiven Frau – von Einfühlsamkeit, Zärtlichkeit oder Begehren ganz zu schweigen. Sexuelle Entspannung und die Bestätigung seiner Männlichkeit sucht ER längst bei einer Jüngeren – für Geld und ohne sich darum zu kümmern, wie lächerlich er sich dabei macht. Kerstin Schusters erstes eigenes Buch ist eine überaus deftig gewürzte Kostprobe ihrer unendlich reichen, gleichermaßen kriminalistischen wie erotischen Fantasie. „In der Dunkelheit der Nacht“ – ein spannendes, erotisches, bisweilen frech-frivoles und vor allem mutiges Buch! |
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Rezension zum gleichnamigen Roman des schottischen Bestsellerautors Iain Banks. Mögliche Folgen des medizinisch Machbaren, das außer Kontrolle geratene Experiment eines Wahnsinnigen am eigenen Kind und dessen grausame Rache sind Gegenstand dieses schockierenden Psychothrillers, der durchaus Realität werden könnte. |
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Über ein Buch, das man erleben kann
Leinwand oder Papier sind ihr ein fruchtbarer Boden – doch gleich einer reichen Ernte erwachsen Silke Lunds Bilder erst im Blick, im Kopf des Betrachters zu voller Reife. Es sind Sinn- und Spiegelbilder dessen, was wir erlebt, was wir erfahren haben – wovon wir träumen oder wonach wir uns sehnen. |